* 10.12.2008

Wenn die Lehre zwischen zwei Menschen beginnt sich auszubreiten, ist es dann nicht ratsam, etwas dagegen zu tun? Sollte man sich dann nicht mit aller Macht wehren? Ständig wird nur zugesehn.. Die Stimme die wir haben, wird nichtmal dann erhoben, wenn es uns selbst betrifft. Ist es nicht unsere Pflicht, den alltäglichen Sorgen etwas Gutes zu geben? Der tägliche Kampf gegen unsere eigene Einöde raubt uns soviel, dass wir nichtmal mehr bereit sind, etwas zu ändern. Tag für Tag blick ich in die Augen, der Menschen, deren Herzschlag einmal alles für mich war, und jetzt? Ist er mir beinahe gleichgültig. Sollten wir nicht dagegen angehn, und uns wehren gegen das, was unser Band zerreißen will?
Bisher hab ich geglaubt, dass manche Freundschaften, alles aushalten. Und jetzt zeigt sich, dass selbst etwas tiefes, etwas gewolltes, anhand eines einzigen Fehlers zerbrechen kann. Kann man nicht versuchen, das Geschehene, rückgängig zu machen? Ja, es gehört dazu, die Macken gehören zu jeder Person, und aus Fehlern lernt man. Aber eigentlich hätte niemand etwas dagegen, all diese Fehler beseitigen zu können, oder? Warum kann nicht einfach die Perfektheit überwiegen, und alle Kanten schleifen? Warum können wir nicht zusammen das kreieren, was uns alleine schon immer fehlte? Ich hab an unsere Seelenverwandtschaft geglaubt, niemals daran gezweifelt. Nichtmal jetzt. Wo alles zu schwinden scheint. Warum treibt uns jede Tat dazu, jemandem andren die Schuld dafür zu geben? Natürlich sollen wir nicht alle Fehler nur bei uns suchen, aber warum können andere Menschen nicht akzeptieren, dass auch sie nicht perfekt sind? Dass sie Mitschuld haben? Warum zerbrechen einzelne Personen an Dingen, deren Ursachen und Gründe immer zu zweit getragen wurden? Mit jedem Augenaufschlag bezweifeln wir doch mehr und mehr, dass es irgendwo Gerechtigkeit gibt, oder dass es irgendwo, so etwas wie "Liebe" gibt. Ja, hin und wieder finden wir etwas, was wir als Liebe zu interpretieren versuchen. Und später dann, sehen wir, dass es doch nicht geht. Warum also noch hoffen, wenn hinterher alles vergeudet scheint? Ich frage mich täglich, ob das, was wir beide hatten, jemals so wird, wie es war. Können wir das, was passierte zu unserer Stärke machen, oder verzweifeln wir irgendwann daran, es niemals versucht zu haben?

# Posté le mercredi 10 décembre 2008 12:34